Pilze - sind das die kleinen Übeltäter im Darm?

Pilze sind in der Lage, das Immunsystem einfach auszuschalten. Dabei ist es gar nicht maßgeblich, wie viel Pilze bei einer Stuhluntersuchung gefunden werden. Häufig gibt es auch falsche negative Befunde, da die Pilze den Weg ins Labor und bis zur Anzüchtung auf besonderen Nährböden nicht in voller Zahl überleben.

Häufig hören wir die Aussage: „Pilze hat doch jeder.“ Das ist sicherlich richtig, doch auch hier bestimmt die Dosis das Gift. Normalerweise gelingt es unserem Immunsystem - bei einer intakten Darmfora - diese kleinen „Mitbewohner“ zahlenmäßig in Schach zu halten. Aufgrund einer ungesunden Ernährung, angereichert mit Aromen und Konservierungsstoffen, kann dieses sensible Gleichgewicht gestört werden.

Pilze sind dann zu tolerieren, wenn keinerlei sonstige Beschwerden bestehen, die mit einer Pilzinfektion in Verbindung gebracht werden können - und - wenn alle Darmschleimhautwerte bei der Stuhluntersuchung im Normbereich liegen.

Der Pilz ist in der Lage, in die Immunzellen des Darms einzudringen, deren Abwehrfunktion zu reduzieren und sich dort zu vermehren. Zudem besteht ein enger Zusammenhang zwischen Pilzbelastung und erhöhten Alpha-1-Antitrypsinwerten. Dieser Parameter misst u.a. den Grad der Durchlässigkeit der Darmschleimhaut und der Entzündungen. Immer häufiger kommen Menschen in die Behandlung, die aufgrund einer starken Pilzbelastung unter den Folgen eines durchlässigen Darms leiden, dem Leaky-Gut-Syndrom.

Einfach ausgedrückt kann man sagen: Pilze gehören nicht in den Darm.